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Keimungsökologie

Um den Erfolg von Wiederansiedlungsmaßnahmen zu erhöhen, ist das Wissen über die Keimungsbedürfnisse der Art von großem Nutzen. Mit Hilfe verschiedener Klimaschränke werden unterschiedliche Temperaturregime nachgestellt. Von niedrigen Temperaturen bis hin zu hohen, konstanten oder fluktuierenden, unterschiedlicher Tag- Nacht- Dauer, Dunkelkeimungsversuche können unterschiedliche Bedingungen getestet werden.

Varianten:
  • Vergleichende Keimungsuntersuchungen unter standardisierten Bedingungen, um das Keimungsverhalten von verschiedenen Arten zu vergleichen
  • Vorbehandlungen wie Stratifizieren oder Skarifizieren von Samen
  • Behandlung mit Phytohormonen
  • Untersuchungen unter hypoxischen Bedingungen (Wasserpflanzen)
Keimungsuntersuchungen können auch dabei helfen, das Potenzial von Samen festzustellen, eine Diasporenbank aufzubauen.
Keimlinge können nach Bedarf direkt in einer Erhaltungskultur aufgenommen werden

Samenalterung

Ein wichtiges Thema für Genbanken ist die Alterung von Samen. Trotz bestmöglicher Bedingungen bei der Langzeitlagerung (geringe Luftfeuchte, geringe Temperatur) altern Samen, wobei die Lebensfähigkeit abhängig von der Art zwischen Jahrzehnten und sogar Jahrtausenden geschätzt wird. Für die Handhabung von Samen in Genbanken ist es daher äußerst wichtig, die Unterschiede von Arten in ihrer Langlebigkeit zu kennen. Wird durch eine regelmäßige Kontrolle eine Abnahme der Lebensfähigkeit der Samen verzeichnet, müssen wenn möglich neue Aufsammlungen stattfinden. Nur dies verhindert einen möglichen Verlust der genetischen Variabilität einer Aufsammlung.
Durch die sogenannte schnelle künstliche Alterung (bei hoher Luftfeuchte und hohen Temperaturen) kann die Überdauerungsfähigkeit von Samen in einer Genbank schnell vorhergesagt werden (Ellis & Roberts 1980, Liu et al. 2008, Probert et al. 2009).
In diesen luft- und wasserdichten Behältern wird die künstliche Alterung durchgeführt

GPS-Vermessung

Bislang im floristischen Bereich nur selten zur Anwendung gebracht, stellt die individuenscharfe Vermessung von Pflanzen mittels GPS eine kostengünstige Methode für eine Zielartenkartierung dar. Sie ermöglicht eine quantitative und hochpräzise Erfassung (im cm-Bereich) der Größe und Ausdehnung einer Population, Veränderungen in der Populationsstruktur der Zielarten lassen sich bei Wiederholungkartierungen eindeutig dokumentieren. Artenschutz- oder Pflegemaßnahmen können so auf ihren Erfolg hin überprüft werden

Im Gelände erhobenen Daten werden in ArcMap (GIS) verarbeitet und ausgewertet. Die Ergebnisse werden in anschaulichen druck- und/oder webfertigen Karten für Berichte oder Öffentlichkeitsarbeit präsentiert.
Beispiel einer eingemessenen Population