Saatgutaufbereitung
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Samenreinigung

Die Aufreinigung von Samen, d.h. die Entfernung von restlichem Pflanzenmaterial, Verunreinigungen oder Insekten ist ohne Erfahrung häufig eine sehr zeitaufwendige Arbeit, die Fachkenntnis, viel Laborplatz und spezielle Ausrüstung erfordert. Gleichzeitig ist es eine nutzbringende Investition, da dadurch das Volumen des Saatguts für Trocknung und Einlagerung reduziert und die Bestimmung der Samenmenge möglich wird.

Die Aufreinigung erfolgt dabei je nach Aufsammlung durch:
  • Verwendung von Reinigungssieben mit unterschiedlichen Siebgrößen
  • Luft- oder Sauggebläsemaschinen
  • manuelle Aufreinigung, meist bei kleinen Samen
Für die Feststellung der Fitness einer Population bietet sich häufig das Sammeln einzelner Früchte an. Bei Bedarf kann die Anzahl an Samen pro Einheit (Frucht, Köpfchen, Schote) oder Pflanze bestimmt werden. Dabei kann auch detailliert der Prozentsatz lebensfähiger oder tauber Samen festgestellt werden. Für diese Untersuchung kommt zusätzlich das Samenröntgengerät zum Einsatz.
Samenreinigung mittels Sieb

Samenzählung

Aufgereinigtes Saatgut kann in der Genbank schnell und präzise quantifiziert werden.

Zur Feststellung der Samenmenge wird in der Regel eine Saatgut-Zählmaschine verwendet. Ist dies jedoch nicht möglich, muss von Hand ausgezählt werden. Bei sehr kleinen Samen kann die Bestimmung auch über eine Teilzählung mit anschließender Hochrechnung erfolgen.

Liegen Ergebnisse aus einer zusätzlichen Qualitätskontrolle vor, können diese verwendet werden, um die Menge potenziell keimfähiger Samen zu bestimmen. Das 1000-Samen Gewicht (Tausendkornmasse) der Art wird standardmäßig gemessen.
Automatische Samenzählmaschine

Einlagerung

Die Genbank bietet allen Interessierten die Möglichkeit, Saatgut einzulagern. Dies kann zum einen zur Aufbewahrung von Rückstellproben dienen, stellt aber auch eine attraktive Dienstleistung für botanische Gärten oder ähnliche ex situ Einrichtungen dar, welche selbst nicht über die Mittel für eine optimale Einlagerung verfügen.

Eine Einlagerung umfasst die Trocknung des Saatguts auf einen Feuchtegehalt von 5%, die Vakuumverpackung in luft- und lichtdichten Aluverbundbeuteln sowie die Tiefkühllagerung bei -18°C. Je nach Samenmenge können unterschiedliche Portionierungen eingelagert werden, wenn in regelmäßigen Abständen eine bestimmte Menge an Saatgut verfügbar gemacht werden soll. Es ist darüber hinaus ebenso möglich, nur ein Sicherheitsduplikat in der Genbank Bayern Arche zu lagern und das restliche Saatgut vor Ort aufzubewahren.
Gefrierschrank